Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

„Hygiene“ klingt einfach: „Sauber halten und gut ist‘s“
Ein Begriff, den jeder kennt. Ein Begriff, dessen Konsequenzen nur für die Wenigsten abschätzbar sind.

Wie viele Wunden könnten rasch abheilen, wenn minimale Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Einwirkzeiten eingehalten werden würden.  

Prinzipiell ist zu sagen, dass die größten medizinischen Fortschritte gesellschaftlich der verbesserten Hygiene zuzurechnen sind!
Gute Hygienemaßnahmen in der Behandlung schlecht heilender Wunden, retteten mehr Menschenleben als sämtliche nachgereihten Behandlungen, oder andersrum: „Nicht einmal die beste medizinische Versorgung kann Hygienemängel kompensieren“.

Seit Semmelweis bzw. den 1840er Jahren hat sich natürlich viel getan, Hygiene ist jedoch auch jetzt noch ein ständiges Thema. Seit geraumer Zeit sind die nosokomialen Infektionen wieder am Vormarsch. Multiresistente Keime machen uns das Leben schwer und leider sind Hygieneprobleme auch für Kliniken ein ständiges Risiko. Dies trifft besonders auf den Bereich Wundmanagement zu. Bei der Arbeit mit WundpatientInnen bilden Hygienemaßnahmen eine entscheidende Facette eines erfolgreichen Behandlungskonzeptes, ohne die eine hochwertige Versorgung schlichtweg unmöglich ist. Die Forderung nach hohen Hygienestandards und die permanente Entwicklung auf diesem Gebiet stellen uns ständig vor die Aufgabe hier neueste Erkenntnisse zu implementieren und unser Wissen anzupassen um die gesamte Behandlungssicherheit zu erhöhen.

Hygiene bedeutet allerdings nicht nur Behandlungssicherheit, sondern auch Arbeitssicherheit und Schutz für Gesundheitsdienstleister, die in ihrem Berufsalltag permanent einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Dies ist keinesfalls nur als Keimbelastung zu verstehen. Obwohl Stress und psychosoziale Belastung keine „mikrobiologischen“ Ursachen aufweisen, kommt der Begriff „Psychohygiene“ nicht von ungefähr.

Unsere Fachtagung Wundmanagement fokussiert sich mit dem Thema „Sicherheit und Hygiene“ nicht nur auf die klassische medizinische Perspektive. So finden sich neben klassischen Hygienethemen des Wundmanagements auch die Psychohygiene der Betroffenen, Angehörigen und MitarbeiterInnen sowie Vorträge zu den Fragen „Sicherheit“ von MitarbeiterInnen und Behandlungssicherheit in der alltäglichen Praxis der Behandlung von schlecht heilenden Wunden im Krankenhaus und dem Homecare-Bereich.
Ausgezeichnete ReferentInnen zeigen Ihnen neue Aspekte auf und führen anregende Diskussionen mit Ihnen.

Wir freuen uns auf ihr Kommen!

Peter Kurz, DPGKP, WDM
Geschäftsführer der WPM Wund Pflege Management GmbH

Dr. Markus Goller
Abteilung für Chirurgie, Landesklinikum Melk

Sonja Koller, MBA, AZWM, DGKS
Obfrau Wundmanagement Niederösterreich
Leitung Wundmanagement Pflege, Landesklinikum Melk


Univ.-Prof. Dr. Gerald Zöch
Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie

 

Fachliche Leitung